Buch der Woche

Manil Suri
„Vishnus Tod“

„Um Vishnu zu wecken, falls er noch nicht gestorben war, ging Mrs. Asrani mit der Teekanne in der Hand auf Zehenspitzen hinunter bis zur dritten Stufe oberhalb des Treppenabsatzes, auf dem er lebte.“

So beginnt der Roman eines neuen großen Erzählers, in dem ein Mietshaus in Bombay zum Spiegel indischen Lebens wird. Die Farben, der Humor, das Temperament Indiens sind hier ebenso brillant eingefangen wie die hinduistische Mythologie: die Wanderung durch die verschiedenen Seinsstufen, die Wiedergeburt, die Götter und Dämonen.


12. Juni 2014