Buch der Woche

Martin Walser

„Ein sterbender Mann“

Theo Schadt, 72, Firmenchef und „Nebenher­schreiber“, wird verraten – von seinem engsten Freund, einem Dichter. Seither sitzt er im Tango­laden seiner Frau an der Kasse. Weil er glaubt, nicht mehr leben zu können, bei allem was ihm passiert ist, meldet er sich in einem Online-Suizidforum an. Der gemeinsame Wunsch: mit allem Schluss zu machen. Dann ­verliebt er sich an der Kasse in eine Kundin und nach über dreißig Ehejahren zieht er zu Hause aus.
Walsers neuer Roman über das Altsein, die Liebe und den Verrat ist beeindruckend gegenwärtig, funkelnd von sprach­licher Schönheit und überwältigend durch seine beispiellose emotionale Kraft.


25. Februar 2016